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Feridun Zaimoglu, Mainzer Stadtschreiber 2015

Der mit 12.500 Euro dotierte Literaturpreis wird seit 1984 gemeinsam von ZDF, Landeshauptstadt Mainz und 3sat vergeben. Er gilt unumstritten als einer der bedeutendsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Der aktuelle Preisträger bezieht die Stadtschreiberwohnung im Mainzer Gutenbergmuseum.

Zaimoglus Romane handeln von der Suche nach dem Glück am Rande der Gesellschaft und dem Finden von Heimat zwischen Deutschland und der Türkei. Die Hauptfiguren in seinen literarischen Werken sind häufig gesellschaftlich Ausgegrenzte.

Sein Debütroman "Kanak Sprak" wurde 1997 veröffentlicht. In diesem bediene er sich, so die Jury des Stadtschreiberpreises, einer kraftvollen Kunstsprache, die den Sound von türkischstämmigen Jugendlichen authentisch wiedergebe und zugleich einen ganz eigenen, beispielgebenden Sprachstil geprägt habe.

Sein aktueller Roman "Isabel" ist 2014 erschienen und erzählt die komplizierte Liebesgeschichte einer jungen Frau und eines Kriegsheimkehrers aus dem Kosovo-Einsatz. Auch hier geht es um zwei Heimatlose fernab des gesellschaftlichen Mittelpunkts.

Zaimoglu wurde 1964 im anatolischen Bolu geboren und kam 1969 mit seinen Eltern nach Deutschland. In Kiel, wo er bis heute lebt, studierte er Kunst und Medizin. Er ist als freier Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist tätig, ist Bildender Künstler und Kurator und beteiligt sich zudem rege an politischen Debatten.

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