| Eine eiserne Lithographie-Handpresse aus
der Jugendstil-Zeit erhielt das Gutenberg-Museum aus privater Hand gespendet. Ein ehemaliger Besitzer einer Repro-Firma in
Frankfurt stiftete dem Museum die wohlerhaltene Steindruckpresse, deren geschwungene
Streben, die den Rahmen bilden, das Alter verraten: es handelt sich um ein Stück aus der
Zeit um 1900. Ein zugehöriger Lithostein mit Abdruck illustriert, was früher auf dieser
Presse gedruckt wurde. Es waren u. a. Dekore für Keramikteile, die auf die Keramik
auf-gelegt und eingebrannt, Teller oder Schüsseln dauerhaft verzierten.
Die Lithopresse ergänzt aufs Beste die
Abteilung der grafischen Techniken des 19. Jahrhunderts im 1. Stock des Museums, in der
bisher ein Modell der (ersten) hölzernen Stangenpresse von Alois Senefelder sowie eine
hölzerne Radpresse aus der Zeit um 1840/50 die Entwicklung der Technik der Lithographie
demonstrieren konnten.
Die frei Haus gelieferte Presse wurde
letzte Woche von den Mitarbeitern des Museums aufgestellt und ist ab sofort in der
Dauerausstellung des Gutenberg-Museums zu sehen. |