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Presseinformationen

Pressedienst "Gutenberg 2000"/September 1997

Gutenberg aktuell

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Bildarchiv Gutenberg:

Übersicht der Abbildungen



Gutenberg 2000

"Gutenberg 2000"
 von Mimmo Rotella:
Gutenberg-Museum erhält bleibende Erinnerung an das Jubiläumsjahr


November 1999


Hohe amerikanische Auszeichnung für Gutenberg-Museum in Mainz

Mainzer Gutenberg-Bibeln werden digitalisiert -
Kooperation mit japanischer Universität


Gutenbergfeiern und Gutenbergdenkmäler in den Jahrhunderten



September 1997:

Lithographie-Handpresse aus
der Jugendstil-Zeit gespendet
.

Experimente im mittelalterlichen Mainz

Ein Blick zurück in die Zukunft

Schwarze Kunst im Zeitalter der audiovisuellen Medien

Gutenberg-Bücher

Was für eine Type

"As Times goes by"

Gutenbergs unbekannte Brüder

Über München und Offenbach in die Welt

"Wir rotieren für Sie"

Gutenberg-Bibel

Von Jungfrauen, Mönchen und Hurenkindern

Der stille Held der Drucker

Von Mainz in die Welt

Delegation aus dem Reich der Mitte

Sensationeller Fund am Ende des Jahrhunderts

Gutenberg digitalisiert

Gutenberg auf der Spur

Gutenberg 2000 - Jubiläum zur Jahrtausendwende

Roman Herzog: Schirmherr für "Mainz. Gutenberg 2000"





















Sensationeller Fund am Ende des Jahrhunderts

Gutenberg-Bibel in Rendsburg entdeckt

Es ist schon fast ein Ritual: Anrufer geben dem Gutenberg-Museum in Mainz bekannt, sie hätten auf ihrem Dachboden oder in ihrem Keller eine Gutenberg-Bibel entdeckt. Den Mitarbeitern entlocken diese frohen Botschaften in der Regel nur ein müdes, aber verständnisvolles Lächeln, denn fast alle sogenannten "Jahrhundertfunde" entpuppten sich als Bibeldrucke der letzten zweihundert oder dreihundert Jahre. Kein Wunder, ist doch die Bibel nun einmal das meistgedruckte Buch der Welt - und das seit Jahrhunderten!

Mitte des Jahres horchte man aber auf im Mainzer Museum: Im Buchbestand der St. Marien-Kirche im norddeutschen Rendsburg war ein Bündel Seiten aufgetaucht, dessen Druck und Gestaltung sich von allen anderen "uralten" Bibeln unterschied: Es handelte sich tatsächlich um ein umfangreiches Fragment einer Gutenberg-Bibel.
Über Jahrhunderte hatte man die rund 140 Seiten, die sogar noch im originalen Einband aus dem 15. Jahrhundert steckten, nicht als Druck von Gutenberg erkannt, und die letzten fünf Jahre lagerte dieses unerkannte Juwel im Schrank einer Restauratorin in Süddeutschland.
Erst als in diesem Jahr der leitende Bibliothekar der Nordelbischen Kirche Dr. Joachim Stüben ein Verzeichnis seiner historischen Schätze in der alten Kirchenbibliothek anlegte, war der Bann gebrochen: Er erkannte sofort die charakteristischen Eigenschaften der 140 Seiten, die sie vom grauen Archiv-Mäuschen zum "Shooting-Star" in Norddeutschlands Bücherregalen beförderten: 42 Zeilen auf einer Seite, eine gotische Druckschrift und das passende Format des Satzspiegels! Die Überprüfung durch Mitarbeiter des "Gesamtkataloges der Wiegendrucke" in Berlin ergab: Rendsburg besitzt eine eigene, wenn auch unvollständige Gutenberg-Bibel! Doch der Teufel steckt im Detail: Die ehemals von Hand ausgemalten Initialen waren herausgeschnitten, vermutlich von einem Sammler irgendwann in den letzten 400 oder 500 Jahren.
Gerade über die Gestaltung der Initialen, daneben auch über die verschiedenen Einbände von der Hand ganz unterschiedlicher Buchbinder, lassen sich die 48 bisher bekanntgewordenen Gutenberg-Bibeln gut auseinanderhalten. Die Gesamtauflage von 1452/55 betrug 180 Stück.
Sollte sich bestätigen, daß der Rendsburger Fund nicht Teil des ersten Bandes einer schon bekannten, irgendwo in der Welt lagernden Gutenberg-Bibel ist, dann wäre die Liste der ganz oder teilweise erhaltenen Gutenberg-Bibeln um eine auf 49 zu erhöhen.


Team "Mainz. Gutenberg 2000"


Abbildungsvorschlag:

Schleswig-Holsteinische Landeszeitung vom 20. juni 1997 - Foto: Wohlfromm.