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Pressedienst "Gutenberg 2000"/September 1997

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Übersicht der Abbildungen



Gutenberg 2000

"Gutenberg 2000"
 von Mimmo Rotella:
Gutenberg-Museum erhält bleibende Erinnerung an das Jubiläumsjahr


November 1999


Hohe amerikanische Auszeichnung für Gutenberg-Museum in Mainz

Mainzer Gutenberg-Bibeln werden digitalisiert -
Kooperation mit japanischer Universität


Gutenbergfeiern und Gutenbergdenkmäler in den Jahrhunderten



September 1997:

Lithographie-Handpresse aus
der Jugendstil-Zeit gespendet
.

Experimente im mittelalterlichen Mainz

Ein Blick zurück in die Zukunft

Schwarze Kunst im Zeitalter der audiovisuellen Medien

Gutenberg-Bücher

Was für eine Type

"As Times goes by"

Gutenbergs unbekannte Brüder

Über München und Offenbach in die Welt

"Wir rotieren für Sie"

Gutenberg-Bibel

Von Jungfrauen, Mönchen und Hurenkindern

Der stille Held der Drucker

Von Mainz in die Welt

Delegation aus dem Reich der Mitte

Sensationeller Fund am Ende des Jahrhunderts

Gutenberg digitalisiert

Gutenberg auf der Spur

Gutenberg 2000 - Jubiläum zur Jahrtausendwende

Roman Herzog: Schirmherr für "Mainz. Gutenberg 2000"






















"Wir rotieren für Sie"

Erfindung des Rotationsdrucks vor 150 Jahren - Grundlage des modernen Zeitungswesens

Das moderne Zeitungswesen erlebte seine Geburtsstunde in Philadelphia, USA:
Dort nahm die Tageszeitung "Philadelphia Public Ledger" vor 150 Jahren, im Jahr 1847, ihre frisch erworbene "Rotationsdruckmaschine" in Betrieb.
Dabei hatte es fast 400 Jahre gedauert, bis das von Johannes Gutenberg erfundene und in Mainz zum ersten Mal angewendete Druckverfahren mit beweglichen Lettern und einer Handpresse grundlegend verbessert werden konnte. 1811 war von Friedrich Koenig aus Eisleben erstmals eine Zylinder-Flachform-Druckmaschine entwickelt worden: Das Papier wurde dort auf einen rotierenden Zylinder gespannt und über die plan liegende Druckform abgerollt.
Das bedeutete eine erhebliche Auflagensteigerung für die Zeitungsverlage. Die Londoner "Times" brachte es seit 1814 mit einer doppelten Schnellpresse - an eine Dampfmaschine waren zwei Druckmaschinen angeschlossen - auf immerhin 1100 Drucke pro Stunde: Napoleons "Waterloo" 1815 wurde schon über die Schnellpresse bekanntgegeben!
Im Jahr 1846 erfand darauf aufbauend Richard March Hoe aus New York die "Rotationsdruckmaschine". Jetzt wurde nicht nur das Papier auf einen Zylinder gespannt, sondern auch die Druckformen, die nun aus dünnen reliefierten Metallplatten bestanden, kamen auf einen Zylinder. Die parallel rotierenden Zylinder ermöglichten damit eine Drucksteigerung auf circa 20.000 Exemplare pro Stunde, allerdings mit einem Bedienungspersonal von 25 Mann.

Als 1851 auf der ersten Weltausstellung in London die "Rollendruckmaschine" vorgestellt wurde, war dann prinzipiell die Maschine entwickelt, mit der auch heute noch Ihre Tageszeitung gedruckt wird: Nun wurden tausende Seiten von einer "Endlos-Papierrolle" herunter gedruckt, die innerhalb der Druckmaschine automatisch in einzelne Bögen zerschnitten wurde.

Christoph Schlott
Team "Mainz. Gutenberg 2000"


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